1100 Hochwasserschutz und Revitalisierung Sienebach, Kriens
Verkehr und Infrastruktur (vif), Naturgefahren lässt in Kriens Hochwasserschutz und Bachrevitalisierung umsetzen, um das Siedlungsgebiet bis HQ100 zu schützen und den ökologischen Wert zu steigern.
- Leistungen
- Die Arbeiten umfassen rund 130 Meter, mit Geschiebesammler von 100 m³, Durchlass von 1,80 mal 1,00 Meter, Blockrampe und Fussgängerbrücke.
- Zu beachten
- Schwach bleibelasteter Oberboden auf Parzelle 733 ist separat zu behandeln oder an geeigneten Standorten zu verwerten.
Unterlagen für Ihre Offerte
- Submission_11000_HWS_Revitalisierung_Sienebach.zipAusschreibungsunterlagen · 34.0 MB
Wichtige Termine
- 04.09.2026Publikation auf simap.ch
- 29.09.2026Fragerunde
- 19.10.2026, 15:00 UhrEingabefrist
- 20.10.2026, 14:00 UhrOffertöffnung
Die vollständige Ausschreibungsanalyse
Detaillierter Leistungsumfang
Strukturierter Überblick über Leistungen, Anforderungen und Fristen.
Prüfung des Auftraggebers
Kontext zur Beschaffung und zu den veröffentlichten Angaben.
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Nicht offizielle Wiedergabe. Der folgende Text auf Deutsch stammt unverändert aus der SIMAP-Publikation Nr. 43602. Ausschliesslich die offizielle Publikation ist massgebend.
Das Projekt „Hochwasserschutz und Revitalisierung Sienebach“ in Kriens verfolgt das übergeordnete Ziel, die Hochwassersicherheit für das Siedlungsgebiet bis zu einem 100-jährlichen Ereignis (HQ100) zu gewährleisten und gleichzeitig den Bachraum durch Offenlegung und Renaturierung massgeblich ökologisch aufzuwerten. Der Fokus der baulichen Massnahmen liegt auf dem rund 130 Meter langen Abschnitt zwischen der Eichenspes- und der Obernauerstrasse. Am oberen Ende des Perimeters wird der bestehende Geschiebesammler auf ein Rückhaltevolumen von etwa 100 m³ vergrössert, wobei ein neuer Rechen aus Stahlprofilen mit einer lichten Weite von 25 cm den Rückhalt von Geschiebe und Schwemmholz sicherstellt. Unmittelbar unterhalb dieses Sammlers wird die alte Dole unter der Eichenspesstrasse durch einen deutlich leistungsfähigeren Rechteckdurchlass mit den Massen 1,80 mal 1,00 Meter ersetzt. Um die ökologische Längsdurchgängigkeit zu fördern, werden in dieses Bauwerk beidseitig Kleintierbankette integriert. Nach dem Verlassen des Durchlasses überwindet der Bach den bestehenden Höhenunterschied von 2,4 Metern über eine 12 Meter lange aufgelöste Blockrampe mit Beckenstruktur, durch welche die Energie dissipiert wird. Ein wesentliches Element der Gestaltung ist die Offenlegung der bisher eingedolten Abschnitte, wobei das Gerinne innerhalb des Gewässerraums einen naturnahen, leicht mäandrierenden Verlauf erhält. Im unteren Bereich, nahe dem Schulhaus Feldmühle, entsteht eine durchströmte Tümpellandschaft. Die Modellierung der Tümpel inkl. Abdichtung ist nicht Bestandteil des vorliegenden Auftrages. Eine neue Fussgängerbrücke ersetzt zudem die bestehenden alten Übergänge im Projektgebiet. Im Zuge der Erdarbeiten werden umfangreiche Werkleitungsanpassungen vorgenommen, um Platz für den neuen Durchlass und die Geländemodellierung zu schaffen. Während der Grossteil dieses Materials als unbelastet eingestuft wird, muss der schwach bleibelastete Oberboden auf Parzelle 733 gesondert behandelt oder an geeigneten Standorten verwertet werden. Ein detaillierter Beschrieb des Vertragsgegenstands kann Ziffer 1 des vorgesehenen Werkvertrags der KBOB entnommen werden.