Projekt Mitholz: Räumung ehemaliges Munitionslager, Testanlage Materialbewirtschaftung
armasuisse Immobilien beschafft eine Testanlage zur Behandlung des Aushubmaterials in Mitholz, nachdem der Kredit für die Räumung des ehemaligen Munitionslagers bewilligt wurde. Die Tests sollen eine sichere, gesetzeskonforme Triagierung, Aufbereitung und Entsorgung bei möglichst hoher Wiederverwertung und geringer Umweltbelastung sicherstellen.
- Leistungen
- Anlage planen, installieren, betreiben und rückbauen; rund 5‘000 m3 Aushub- und Bodenmaterial behandeln.
- Zuschlag
- Preis: ZK 1 (50%); ZK 3 (20%); ZK 2 (10%); ZK 4 (8%); ZK 5 (7%); ZK 6 (5%).
Wichtige Termine
- 14.10.2026Publikation auf simap.ch
- 16.11.2026Fragerunde
- 07.12.2026, 23:59 UhrEingabefristFrist in 48 Tagen
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Text der Publikation
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Nicht offizielle Wiedergabe. Der folgende Text auf Deutsch stammt unverändert aus der SIMAP-Publikation Nr. 45468. Ausschliesslich die offizielle Publikation ist massgebend.
Im Jahr 1947 kam es in einem unterirdischen Munitionslager der Schweizer Armee in Mitholz zu Explosionen der eingelagerten Munition, deren Wucht die darüberliegende Fluh zum Einsturz brachte. Gemäss Schätzungen sind im ehemaligen Bahnstollen, unter dem Schuttkegel vor der Fluh und in den Auswurfbereichen im Dorf noch bis zu 3500 Bruttotonnen Munition mit mehreren hundert Tonnen Sprengstoff begraben. Im Jahr 2023 bewilligten die eidgenössischen Räte einen Verpflichtungskredit für die Räumung des ehemaligen Munitionslagers Mitholz. Mit der Räumung der Munitionsrückstände werden die Risiken so reduziert, dass die Sicherheit in Mitholz gewährleistet ist. Das Projekt umfasst risikosenkende Vorausmassnahmen, bauliche Schutzmassnahmen für die Nationalstrasse und die Bahnstrecke, die Vorbereitung der Räumung sowie die Räumung und Entsorgung der Munitionsrückstände. Anschliessend sind die Instandsetzung des Geländes und die Wiederbesiedlung von Mitholz vorgesehen. Um Transporte und externes Deponievolumen zu schonen, ist es das Ziel des Projektes, möglichst viel des anfallenden Materials vor Ort wieder zu verwenden. Da ein erheblicher Anteil des anfallenden Materials jedoch Munitionsreste aufweist und chemisch belastet ist, ist eine Behandlung und Triage des anfallenden Materials notwendig. Angesichts der besonderen Beschaffenheit der Ausgangsmaterialien und der spezifischen Anforderungen an die Materialbewirtschaftung (maximale Verwertung, minimale Umweltbelastung und Gewährleistung einer sicheren Entsorgung) wird es als notwendig erachtet, geeignete Tests durchzuführen. In Vordergrund steht die Überprüfung der sicheren, gesetzeskonformen Triagierung, Aufbereitung und Entsorgung der anfallenden Materialien: Triagierung des munitionsbelasteten Aushubmaterials mit Separierung von Metallen / Störstoffen Klassierung der Materialien (gemäss VVEA) in Typen A / T / B / E / S Logistik und Transport innerhalb und ausserhalb des Projektperimeters Verwertungs-/Entsorgungswege: Zuführung zu externen Aufbereitungsanlagen (inkl. Bodenwaschanlage) und Deponien Für die Testphase ist geplant, ca. 5‘000 m3 Aushub- und Bodenmaterial in einer Testanlage im Perimeter Mitholz aufzubereiten. Der Auftrag umfasst die Planung, Bereitstellung, Installation inkl. der vorbereitenden Bauarbeiten, Inbetriebnahme, den Betrieb, das Vorhalten, die Anpassung und den Rückbau der für die Testphase erforderlichen Anlagen und Einrichtungen. Zum Gesamtumfang gehören zudem die Materialentnahme, der Materialtransport, die Behandlung und Zwischenlagerung der Materialfraktionen sowie deren Zuführung zu externen Behandlungs-, Verwertungs- und Entsorgungswegen. Zusätzlich müssen im Rahmen der Testanlage noch weitere Tests auf spezifischen Anlagen intern und extern durchgeführt werden.